Statistik unserer Pfarrei

Kirchenstatistik 2025

Zum 31. Dezember 2025 zählt unsere Gemeinde 5.516 Mitglieder. Im Laufe des Jahres zeigte sich dabei auch Bewegung innerhalb der Gemeinde: 200 Personen sind zugezogen, während 166 Gemeindemitglieder weggezogen sind. Diese Zahlen verdeutlichen, dass unsere Gemeinde im Wandel bleibt und immer wieder neue Menschen willkommen heißen darf.   
Unsere Gemeinde bietet regelmäßig sechs Gottesdienste an den Wochenenden an. Sie laden ein, innezuhalten, gemeinsam zu beten und die Gemeinschaft zu spüren. Im Rahmen der Gottesdienstzählungen, die zweimal pro Jahr stattfinden, besuchten durchschnittlich 450 Gemeindemitglieder die Gottesdienste. Auch wenn dies im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen ist, zeigt es, dass viele Menschen weiterhin aktiv am Gemeindeleben teilnehmen.

Sakramente & besondere Ereignisse
Im Jahr 2025 durften wir viele besondere Momente begleiten:

  • Erstkommunionen: 25 Kinder feierten ihre erste heilige Kommunion.
  • Firmungen: 19 Jugendliche und 3 Erwachsene empfingen das Sakrament der Firmung und stärkten ihre Verbindung zur Kirche.
  • Taufen: 12 Kinder und 2 Erwachsene wurden in die Gemeinschaft unserer Kirche aufgenommen.
  • Trauungen: 4 Paare gaben sich in unseren Kirchen das Ja-Wort.
  • Ehejubiläen: 9 Ehepaare durften ein besonderes Ehejubiläum feiern und wurden dabei kirchlich begleitet.
  • Wiederaufnahme in die katholische Kirche: 1 Person wurde wieder herzlich in unsere Gemeinschaft aufgenommen.

Diese Ereignisse zeigen, dass unsere Kirche ein Ort für wichtige Lebensmomente ist – von der Taufe bis zum Ehejubiläum – und viele Menschen weiterhin den Weg zu uns finden.

Kirchenaustritte & Bestattungen

  • Kirchenaustritte: 73 Mitglieder haben unsere Kirche verlassen. Wir bedauern jeden Austritt, respektieren aber die persönliche Entscheidung.
  • Verstorbene Gemeindemitglieder: 123 Menschen sind im Jahr 2025 von uns gegangen, davon wurden 49 kirchliche bestattet und wir durften begleiten und den Familien Trost und Beistand bieten.

Unsere Gemeinde bleibt in Bewegung und lebendig. Trotz kleinerer Rückgänge bei den Gottesdienstbesuchen ist die Kirche weiterhin ein Ort des Glaubens, der Gemeinschaft und der Begleitung in allen Lebensphasen.
Wir freuen uns darauf, auch im kommenden Jahr Menschen willkommen zu heißen, gemeinsam zu feiern, zu trauern und Glauben zu leben – als offene und herzliche Gemeinschaft.

Statistik 2024

Jedes Jahr wird von den Pfarreien für die Bistümer eine Jahresstatistik erhoben. Hier sollen nun die Zahlen für das Jahr 2024 wiedergegeben werden.

Unsere Gemeinde hat 5.662 Gemeindemitglieder (2023: 5.806, 2022: 5.910), die auf dem Pfarreigebiet ihren Hauptwohnsitz haben. Bei den Zuzügen und Wegzügen der Pfarrei gibt es erfreulicherweise keine großen Differenzen.

Durchschnittlich haben 460 Gemeindemitglieder die Gottesdienste am Wochenende besucht. Im Jahr gibt es zweimal eine Zählung der Gottesdienstbesucher.

Regelmäßig gibt es am Wochenende sechs bzw. sieben Gottesdienste. Das ist immer noch ein großer Service, der den Gemeindemitgliedern angeboten wird.

  • Erstkommunionen 30
  • Firmungen 21
  • Trauungen 3
  • Taufen 14
  • Eintritt 1
  • Austritte 68
  • Bestattungen 38 bei 103 verstorbenen Gemeindemitgliedern

Wenn man jetzt die Zahlen interpretiert, dann werden die Folgen für die Gemeindeentwicklung und Zukunft sichtbar. Nimmt man die Zahl der 30 Erstkommunionkinder einmal, muss man davon ausgehen, dass in dem damaligen Taufjahrgang rund 60 Kinder getauft worden sind. Bei den 14 Taufen 2024 werden vielleicht noch sieben oder acht Kinder zur Erstkommunion gehen.

Gelegentlich wird auch mal gefragt, wie viele Gemeindemitglieder in einem Ort wohnen. Nun die Auflistungen einiger Kommunen mit ihren Ortsteilen:

  • Bad Langensalza   691
  • Tonna   79
  • Ebeleben   109
  • Unstrut-Hainich   253
  • Kirchheilingen   51
  • Unstruttal   320
  • Mühlhausen   3.118
  • Vogtei   216
  • Nottertal-Heilinger-Höhen   282

Lassen wir uns durch Zahlen nicht mutlos machen, denn wir wissen an wen wir glauben. Der folgende Bibelvers möchte uns stützen und ermutigen:
„Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!“

Zitat aus dem Prophetenbuch des Jeremia 29,11,

Übersetzung: Hoffnung für alle

Pfarrer Andreas Anhalt

 

Statistik 2023

Kirche verändert sich, nichts als die Wahrheit.

Gemeindemitglieder:          5806 (2022: 5910)

Gottesdienstbesucher:       Ø 384

Taufen:                                  11

Erstkommunion:                  25

Firmung:                               31

Rekonziliation:                     1

Beerdigungen:                     25

Todesfälle:                            100

Kirchenaustritte:                  106

4 Kirchen (ohne Pfafferode)

3 Kapellen

2 in Räumlichkeiten als Gast für Gottesdienste

 

Fazit: Die Gemeindemitgliederzahl nimmt weiterhin ab. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt das eine Differenz von ca. 100. Das heißt, wenn man Austritte und Beerdigungen zusammennimmt, müsste der „Verlust“ viel höher sein, doch die Zuzüge gleichen einiges aus. Eingemeindungen in die Stadt Mühlhausen haben auf die Gemeindestruktur keine Auswirkungen. Bedenklich sind die geringen Taufen. In der Vergangenheit wurden von den getauften Kindern ca. 50 % zur Erstkommunion geführt. Dies Verhältnis, angenommen auf die diesjährigen Taufzahlen, bedeutet in Zukunft eine sehr kleine Erstkommuniongruppe. Ebenso gibt es einen Negativtrend bei den Beerdigungen. Wurden im Jahr 2022 noch ca. 40 % der verstorbenen Gemeindemitglieder kirchlich beerdigt, so waren es 2023 25 %. So kann gesagt werden: Auch wenn Gemeindemitglieder nicht aus der Kirche austreten, nimmt doch die Kirchenbindung ab. Für die Zukunft hat das dramatische Folgen.
Wir dürfen dankbar sein für alle, die ihren Glauben leben und treu sind, wie Gott auch uns treu ist und bleibt. Ad multos annos.

Andreas Anhalt, Pfr.

Statistik 2022

 

Am Ende eines Jahres ist die Zeit der Inventur. Für eine Kirchengemeinde kommt dann die statistische Erhebung. Es sind zunächst nüchterne Zahlen für 2022:

  • Taufen                                                    20   davon 3 außerhalb der Pfarrei
  • Erstkommunion                                    19   Kinder
  • Firmungen                                             23   Gemeindemitglieder
  • Eheschließungen                                   6   Paare
  • Beerdigungen                                       50   Gemeindemitglieder wurden kirchlich beerdigt
  • Kirchenaustritte                                 112
  • Rekonziliation, Wiederaufnahme        0
  • Konversion                                             0

Anmerkungen zu der Statistik

Zum 31.12.2022 zählte unsere Kirchengemeinde St. Josef Mühlhausen 5907 Gemeindemitglieder. Damit ist unsere Pfarrei unter die 6000 gefallen. Bei den nächsten Wahlen der Gremien hat das Auswirkungen.

50 Gemeindemitglieder wurden kirchlich beerdigt. 128 Gemeindemitglieder sind gestorben. Es ist eine bittere Bilanz, dass 61 % der Gemeindemitglieder sich nicht mehr haben kirchlich beerdigen lassen. 2021 waren es 54 %, die sich nicht mehr kirchlich beerdigen ließen. Es mag mehrere Gründe dafür geben: Distanz zur Kirche, Entfremdung zur Kirchengemeinde oder einfach auch Gleichgültigkeit der Angehörigen im Falle des Todes eines lieben Verstorbenen. Wir als Gemeinde und Mitarbeiter sind gern bereit, jedem Gemeindemitglied eine würdige Verabschiedung zu gestalten. Entgegen aller, an einer Beerdigung Beteiligten, schreiben wir als Kirchengemeinde keine Rechnung, sondern sind für eine Spende dankbar.

Ein weiterer Punkt: Jeder Kirchenaustritt schmerzt mich sehr. Das sage ich nicht nur so dahin. Ich kann es bei der jetzigen kirchlichen Situation durchaus verstehen, wenn Gemeindemitglieder sagen: „Mit dem Verein will ich nichts mehr zu tun haben.“ Es sind überwiegend junge Menschen zwischen 20 und 35 Jahren, die diesen Schritt gehen. Nehmen wir den Wegzug aus der Pfarrei mit dazu, dann ist das ein langsames Ausbluten unserer Pfarrei. Das heißt weniger Eheschließungen, weniger Geburten und Taufen. Unsere Pfarrei schrumpft Zusehens.

Gott möge uns alle und seine Kirche auf einen guten Weg in die Zukunft begleiten.

Ihr Pfarrer Andreas Anhalt

Hl. Josef

Gott, du hast Dir den hl. Josef als Helfer erwählt, die göttliche Familie zu beschützen. Für Maria und Deinen Sohn Jesus Christus hat er Sorge getragen, und sie vor Not und Gefahren geschützt. So hat er Deinen Auftrag erfüllt.

Wir bitten Dich für unsere Pfarrgemeinde, die dem hl. Josef anvertraut ist: Schenke uns die Kraft Deines Hl. Geistes, dass auch wir unsere Aufgabe erkennen, uns für das Reich Gottes einzusetzen, Deine Botschaft der Liebe in der heutigen Zeit unter den Menschen bekannt machen und Bedürftigen helfen.

Gott, wir bitten dich, halte Deine segnende Hand über unsere Gemeinde, und führe sie in eine gute Zukunft.

Heiliger Josef, bitte für uns.

Statistik 2021

Statistik 2021

Am Ende des Jahres ist die Zeit der Inventur. Für eine Kirchengemeinde kommt dann die statistische Erhebung. Es sind zunächst nüchterne Zahlen für 2021:

  • Taufen                                               26 davon 2 Erwachsene
  • Erstkommunion                               24 Kinder und fünf Erwachsene
  • Firmungen                                        32 Gemeindemitglieder
  • Eheschließungen                              6
  • Beerdigungen                                  46 Gemeindemitglieder kirchlich beerdigt 
  • Kirchenaustritte                              69
  • Rekonziliation, Wiederaufnahme   0
  • Konversion                                         1

Anmerkungen zu der Statistik

Zum 31.12.2021 zählte unsere Kirchengemeinde St. Josef Mühlhausen 6038 Gemeindemitglieder. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren verlieren wir zwischen 100 und 120 Gemeindemitglieder pro Jahr. Das heißt für 2022, dass wir Ende des Jahres keine 6000 Gemeindemitglieder mehr haben. Dies hat Auswirkungen bei den nächsten Gremienwahlen, weil dort auch die zu wählenden Mitglieder sich verringern. Ebenso hat das Auswirkungen auf die Zuweisungen, die wir vom Bistum Erfurt bekommen. Ich schreibe das jetzt einfach mal so: Bei gleicher Fläche und bei gleicher „Versorgung“ und weniger geldlichen Möglichkeiten müssen irgendwann Einsparungen vorgenommen werden, um geschäftsfähig bleiben zu können. Dieser Trend betrifft aber alle Kirchengemeinden in unserem Bistum.

46 Gemeindemitglieder wurden kirchlich beerdigt. 101 Gemeindemitglieder sind gestorben. Es ist eine bittere Bilanz, dass 54 % der Gemeindemitglieder sich nicht mehr haben kirchlich beerdigen lassen. Es mag mehrere Gründe dafür geben: Distanz zur Kirche, Entfremdung zur Kirchengemeinde oder einfach auch Gleichgültigkeit der Angehörigen im Falle des Todes eines lieben Verstorbenen. Wir, als Gemeinde und Mitarbeiter, sind gern bereit, jedem Gemeindemitglied eine würdige Verabschiedung zu gestalten. Entgegen aller, an einer Beerdigung Beteiligten, schreiben wir als Kirchengemeinde keine Rechnung, sondern sind für eine Spende dankbar.

Ein weiterer Punkt: Jeder Kirchenaustritt schmerzt mich sehr. Das sage ich nicht nur so dahin. Ich kann es bei der jetzigen kirchlichen Situation durchaus verstehen, wenn Gemeindemitglieder sagen: „Mit dem Verein will ich nichts mehr zu tun haben.“

Der sexuelle Missbrauch an Menschen hat die Kirche in eine tiefe Krise gestoßen. Diese schändlichen und menschlich zu verachtenden Taten sind mit nichts zu rechtfertigen. Sie haben allen Betroffenen ihre Würde genommen und der Seele großen Schaden zugefügt. Die Verantwortlichen der Kirche haben die Täter in der aktuellen Situation nicht bestraft, höchstens versetzt und den Betroffenen keine oder nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Da ist es gut, dass seit über zehn Jahren daran gearbeitet wird, die Vorgehens- und Verhaltensweisen aufzuarbeiten. Dieser Skandal hat das Verhältnis zum Missbrauch in der katholischen Kirche hinsichtlich der Betrachtungsweise völlig verändert. Auch wenn es öffentlich nicht gern gehört wird, ist die katholische Kirche die einzige Institution, die bis jetzt so konsequent aufarbeitet, wie keine andere, auch wenn immer neue Betrachtungsweisen der Aufarbeitungen dazu kommen. Was aber fehlt, ist eine Einheitlichkeit unter den Bistümern. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Die Aufarbeitung wird und muss noch weiter gehen.

Auch in anderen europäischen Ländern gab es unter dem Dach der katholischen Kirche Missbrauch, der noch nicht umfänglich aufgearbeitet ist. Viele Länder werden noch folgen müssen. Mit jeder weiteren Veröffentlichung wird ein großer Schrei durch die Medien ziehen. Da ist es egal, ob es Brasilien betrifft oder Polen. Es ist die katholischen Kirche. Und wir gehören dazu. Die Aufarbeitung muss sein, muss wahrgenommen werden und wird immer wieder Entsetzen hervorrufen. Doch für Deutschland frage ich mich nach der Verhältnismäßigkeit. Andere Institutionen und Vereine kommen in der Bewertung kaum vor. Wird da noch aufgearbeitet oder gab es keine Vorfälle? Selbst der deutsche Staat ist da in seiner Verantwortlichkeit noch in der Bringschuld, was in den Heimen der staatlichen Verantwortlichkeit geschah. Ebenso die Aufarbeitung, was in den Kinderheimen und Jugendwerkhöfen der DDR an sexuellem Missbrauch geschah. Das meine ich mit Verhältnismäßigkeit. Die Kirche hat ihre Arbeit unter einen moralischen Anspruch gestellt. Das macht den sexuellen Missbrauch dadurch noch dramatischer.

Die Kirchenaustrittszahlen sind enorm gestiegen, die mit dem Missbrauch und mit dem Umgang der Kirche im Zusammenhang stehen. Ohne etwas zu beschönigen oder relativieren zu wollen, hilft mir das Bild der Familie: In einer Familie „läuft“ auch nicht alles zur Zufriedenheit. Da werden Fehler gemacht, da wird gelogen, vielleicht auch betrogen. In der Familie verletzt man sich gegenseitig durch das Verhalten. Kinder schlagen einen anderen Weg ein, als die Eltern es wünschen; wählen einen Partner, der nicht ins Familienbild passt; werden drogenabhängig oder straffällig. Eine Familie hält erst einmal zusammen, trägt es im Inneren mit, ohne es nach außen zu tragen. Wenn eine schlimme Tat an die Öffentlichkeit kommt, ist das beschämend und peinlich.

Bei solch schlimmen Vergehen, wie dem Missbrauch, hätte es diese Taktik der Kirche nicht geben dürfen, zumal die Opfer nicht im Blick gewesen sind.

Da gilt der Grundsatz: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber die Kirche ist eine Gemeinschaft der Glaubenden, eine Glaubensfamilie. Die Taufe hat uns in die Familie der Kirche eingegliedert. Ja, der sexuelle Missbrauch in unserer Kirche ist ein großes Vergehen, die Institution eingeschlossen. Aber sich deshalb von der Glaubensfamilie Kirche trennen? Die meisten Kirchenmitglieder schämen sich für das Vorgehen und Verhalten einzelner Mitglieder. Es schmerzt und tut weh. Eine Familie hat bei allen Verfehlungen auch gute Seiten. Das sollte immer auch immer mit in Betracht gezogen werden. Solange es die Kirche gibt und geben wird, ist Kirche eine Kirche der Sünder. Jesus Christus ist zu den Sündern gekommen und möchte sie durch sein Wort und sein Sakrament heilen. Und das ist auch Kirche.

Gott möge uns alle und seine Kirche auf einen guten Weg in die Zukunft begleiten.

Andreas Anhalt, Pfarrer

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