Zur Geschichte des Preisskats

Warum es in unserer Gemeinde nun schon seit über 50 Jahren ein jährliches Skatturnier gibt, erklärt der folgende Text aus dem Jahr 2018, der in großen Teilen von Gerhard Liebscher verfasst worden ist:

Als 1965 Herr Raimund Kister zu uns kam, fand auch "Generationswechsel" im Kirchenchor statt. Es gründete sich eine Männerschola mit Karl Thil, Manfred Rahn, Henner Montag, Siegfried Riedel, Dr. Wolfgang Gries, Gundolf Gries, Klaus Czarkowski - das waren auch diejenigen, die nicht nur sangen - sie hatten auch Durst und spielten Skat. Zum 5-jährigen Bestehen der Männerschola fand 1970 der erste Preisskat in der Güldenen Ecke statt.

1975 wollte Dr. Wolfgang Gries mit seiner Familie die DDR verlassen. Es schlug fehl - Gefängnisaufenthalt in Leipzig und schließlich der Tod im Gefängnis.

Eines Tages sagte Manfred Rahn zu Gerhard Liebscher, dass es gut und schön wäre, wenn seine Freunde Dr. Wolfgang Gries zu Ehren jedes Jahr einen Preisskat durchführen würden.

Bei Familie Montag trafen sich immer 16 Personen 20 Mal, wofür großer Dank auszusprechen ist. Denn man hat sich dabei in Gefahr begeben, weil Stasispitzel das Haus der Familie Montag beobachteten. Es folgte Verhör.

Später fand der Preisskat immer im Liborius-Wagner-Haus statt.

Traditioneller Termin war immer der Sonntag nach Allerheiligen ab 17 Uhr (nach der Gräbersegnung), aber in den letzten Jahren fand das Skatturnier gelegentlich auch schon an einem September- oder Oktobersonntag statt.

Wer aus den Anfängen des Preisskats noch eigene Erinnerungen zu obigem Text beisteuern möchte oder anderweitige Anmerkungen bzw. Korrekturen hat, kann sich gerne an Martin Zimmermann wenden.