Rückblick auf den 50. Preisskat im Jahr 2025

50 Jahre sind eine lange Zeit: Bei der Ehe feiert man nach 50 Jahren die Goldene Hochzeit. Und 20 Skatfreundinnen und -freunde "feierten" am 02.11.2025 im Saal des Liborius-Wagner-Hauses das 50. Jubiläum unseres jährlichen Skatturniers.

Herr Pfarrer Anhalt eröffnete den Abend und stellte ihn unter den Segen Gottes. Dabei dachten wir auch besonders an Dr. Wolfgang Gries (siehe Artikel "Zur Geschichte des Preisskats"), an Gerhard Liebscher, der den Preisskat viele Jahre organisiert hat, sowie an alle bereits von uns gegangenen ehemaligen Teilnehmer der Skatturniere.

Bevor es jedoch mit dem Spielen der zwei Durchgänge losging, schloss sich noch eine kurze Vorstellungsrunde an, wo jeder Teilnehmer erzählen konnte, wie oft er schon dabei war und an welche Begebenheiten aus den vorangegangenen Jahren er sich noch gut erinnern kann. Nachdem ich den "Staffelstab" für die Organisation des Preisskats vor einigen Jahren von Gerhard Liebscher übernommen hatte, freute es mich besonders, dass es auch einige Teilnehmer gab, die von Anfang an dabei waren und somit aus der Anfangszeit des Preisskats berichten konnten, wo ich noch nicht einmal geboren war, geschweige denn Skat spielen konnte. Beim Abendessen zwischen den beiden Spieldurchgängen war noch einmal Zeit, in Erinnerungen zu schwelgen und die ein oder andere Anekdote zum Besten zu geben. Beispielsweise ist mir der glücklicherweise vereitelte Diebstahlversuch eines Jackeninhalts aus der Garderobe des Vorraumes vor einigen Jahren in den Sinn gekommen.

In guter Tradition war es wieder eine ökumenische Veranstaltung, wo wir auch evangelische Teilnehmer willkommen heißen durften. Ebenso nahmen wie in den vorangegangenen Jahren auch wieder einige Gemeindemitglieder aus Bad Langensalza am Skatturnier teil, was zum Ausdruck bringt, wie unsere Kirchorte im Laufe der Zeit immer weiter zu einer Gemeinde zusammengewachsen sind und dies hoffentlich auch in der Zukunft fortsetzen werden. Unser jüngster Teilnehmer war aus der 10. Klasse und besonders hat mich gefreut, dass wir 2 Frauen als Teilnehmer dabei hatten. Aber natürlich ist der Frauenanteil von 10% an der Teilnehmerzahl noch ausbaufähig...

Geschichte schrieb dann auch das Skatspiel an sich, wo gute Karten gepaart mit Können und Erfahrung in jedem Jahr einen Sieger hervorbringen, der sich dann als Erster etwas vom Preistisch mit nach Hause nehmen darf. Und 2025 gab es eine Punktzahl, die sich bei zweimal 28 Spielen an 4er-Tischen durchaus sehen lassen kann und die auf jeden Fall ganz weit vorn (wenn nicht gar auf dem Spitzenplatz) im Vergleich aller Ergebnisse der letzten Jahre landet: Sebastian Liebscher erreichte mit 2307 Punkten ein fantastisches Ergebnis, das er seinem Vater Gerhard Liebscher gewidmet hat, der hoffentlich vom Himmel mit Stolz und Freude zuschauen konnte. (Der zweite Platz lag fast 900 Punkte dahinter, damit man dieses Resultat besser einordnen kann.) Und dass der Familie Liebscher das Skatspielen im Blut liegt, bewies auch der Bruder des Siegers, Stephan Liebscher, der auf einen respektablen 5. Platz kam.

Nach einer kleinen "Durststrecke" während der Corona-Jahre freut es mich, dass sich in den letzten Jahren wieder eine größere Teilnehmerschaft gefunden hat und auch einige jüngere Mitspieler dazugestoßen sind. Deshalb bin ich für die nächsten Jahre guter Dinge, dass wir diese nunmehr "Goldene Tradition" des jährlichen Preisskats auch weiter forsetzen und pflegen werden können. Und wie immer bleibt es dabei, dass unsere Türen in jedem Jahr sowohl "alten Hasen" als auch dem Nachwuchs gleichermaßen offen stehen.

Martin Zimmermann

 

PS: Wer die tragischen Details, die zum Entstehen des Preisskats geführt haben, erfahren möchte, kann sich gern den nachfolgenden Beitrag durchlesen:

Weitere Informationen aus der Kirchengemeinde