„Wo ist der Bagger hin? …“
… so formuliert ein 2jähriger Junge wehmütig seine Beobachtung am Morgen. Tagtäglich standen die Kleinen am Fenster und beobachteten die Arbeiten auf dem Kindergartenspielplatz. Dabei zeigten sich die Kinder als echte Bauprofis, denn ein Radlader ist schließlich kein Bagger! Und es waren spannende Dinge zu entdecken: ein Mini-LKW brachte die unterschiedlichsten Materialien wie Kies, Erde, Werkzeug, Pflastersteine und Zaunfelder. Der Radlader wurde zum wichtigsten Transportmittel zur neuen Gartenfläche und natürlich wären ohne den Bagger die schweren Erdarbeiten kaum möglich gewesen.
Etwa acht Wochen gehörten die drei Fahrzeuge und drei Mitarbeiter der Firma LGM Landschaftsbaugesellschaft Mühlhausen zum Alltag im Kindergarten. Die Kinder schauten ihnen genau auf die Finger und begleiteten den Fortschritt auf dem Gelände. Eine große Rasenfläche zum Fußballspielen wurde angelegt, dazu die Pfosten für das Ballfangnetz. Große Natursteinblöcke fanden ihren Platz zu einem kleinen Amphitheater. Viele Tage nahm das Aufstellen einer Doppelschaukel und das Zusammenbauen des Kletterspielgerätes in Anspruch, dazu die Federwippen. Nun wurde die Ungeduld der Kinder deutlich spürbar, wann das Spielen endlich losgehen könnte!
Die Anbindung der neuen an die bereits vorhandene Spielfläche stellte alle bisherige Planung noch einmal in Frage. Die sehr gute Zusammenarbeit mit der Landschaftsbaufirma muss hier lobend erwähnt werden. Nun gibt es eine Treppe, die vom oberen Bereich zum unteren führt. Und falls wieder einmal ein größeres Fahrzeug zum Einsatz kommen sollte, kann es problemlos den Hügel benutzen.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Matthias Wetter, der in unermüdlichem Einsatz gezeichnet, gerechnet, geplant und die Ausführung der Arbeiten betreut hat. Wie oft er vor Ort im Kindergarten nach dem Rechten geschaut hat, ist nicht zu zählen. Auch zum praktischen Einsatz stand er zur Verfügung. Mit seiner Kompetenz und Kommunikation mit den Beteiligten hat er wesentlich zum Gelingen beigetragen.
Die Spielfläche ist fertig gestellt. Nun braucht es noch Zeit, damit die Rasenflächen gedeihen können. Das wird die Geduld der Kinder noch einmal auf eine harte Probe stellen. Geplant ist die Einweihung der neuen Spielfläche anlässlich des Erntedankgottesdienstes im September. Eines ist sicher: Pfarrer Andereas Anhalt, der diesen Wunsch zur Erweiterung des Kindergartenspielplatzes maßgeblich unterstützt und gefördert hat, darf noch vor seinem Abschied von seinem Kindergarten St. Josef die neue Schaukel ausprobieren!
Allen, die mit ihrer Spende dieses Projekt für den Kindergarten und für die Kinder, die dort spielen, lernen und entdecken, ermöglicht haben, sei ein ganz herzliches DANKESCHÖN gesagt.
Beate Fiedler